Beim „Tag der Senioren-Union“, den die Senioren-Union Hessen erstmals gemeinsam mit der Senioren-Union Rheinland-Pfalz ausgerichtet hat, kamen etwa 800 Mitglieder aus den beiden Landesvereinigungen zu der traditionellen Großveranstaltung in das Opel Werk nach Rüsselsheim.
 
Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ haben die beiden Landesvorsitzenden, Helga Hammer (Rheinland-Pfalz) und Norbert Kartmann (Hessen) auf die Bedeutung der Generationengerechtigkeit für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hingewiesen.
 
Von der Veranstaltung solle ein Zeichen für Generationengerechtigkeit ausgehen. Altern sei als Herausforderung und Chance gleichermaßen zu begreifen. „Generationengerechtigkeit muss ins Zentrum der Politik gestellt werden und wir sind bereit unseren Teil dazu zu leisten. Wir sind ein Gewinn für die Gesellschaft und keine Last. Wir wollen mitarbeiten, mitgestalten und mitverantworten“, so die beiden Landesvorsitzenden. 
 
Zur Stärkung der Generationengerechtigkeit müsse der Dialog zwischen den Generationen gefördert werden. Nur so könne Verständnis für die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der verschiedenen gesellschaftlichen (Alters-) Gruppen geschaffen werden. Das sei die Grundvoraussetzung für Solidarität zwischen den Generationen.
 
Neben Grußworten des Rüsselsheimer Oberbürgermeisters, Patrick Burghardt, des Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Bundesministers, Dr. Franz-Josef Jung, und des Generalsekretärs der hessischen CDU, Peter Beuth, hielten der hessische Sozialminister, Stefan Grüttner, sowie die Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, die Hauptreden.
 
Der hessische Sozialminister, Stefan Grüttner, stellte zu Beginn seiner Rede fest, dass unsere Gesellschaft bei den anstehenden Aufgaben und Herausforderungen auf die Anstrengungen aller Generationen angewiesen ist. „Wenn die Potentiale älterer Menschen für unsere Gesellschaft besser genutzt, der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft gestärkt und die Solidarität zwischen den Generationen gekräftigt werden sollen, muss dieser Verschiedenartigkeit in allen Lebensbereichen Rechnung getragen werden“, so Grüttner
 
Aus diesem Grund räume die Hessische Landesregierung und speziell das Hessische Sozialministerium der Seniorenpolitik einen besonderen Stellenwert ein. Als Beispiele nannte der Sozialminister das Pflege- und Betreuungsgesetz, die Einrichtung von Familienzentren als Anlaufstellen für Jung und Alt, den Ausbau der Schulplätze in der Altenpflege, die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege sowie die „Seniorenpolitischen Initiative“, mit der die Lebenssituation älterer Menschen in Hessen analysiert werden solle, um daraus neue Ziele und Handlungskonzepte für die Seniorenpolitik zu entwickeln.

Die Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, betonte in ihrer Rede, dass die Herausforderungen des demografischen Wandels nur durch den Zusammenhalt der Generationen bewältigt werden können.

Sie wies darauf hin, dass sich die CDU Rheinland-Pfalz im Rahmen des Jahresthemas „Zusammenhalt der Generationen“ intensiv mit der Gestaltung des demographischen Wandels auseinandersetzt. „Wir können die gesellschaftlichen Veränderungen hinnehmen oder gestalten. Durch die Berufstätigkeit der Eltern leben Großeltern und Enkel oft weit voneinander entfernt. Die familiären Netze werden zwangsläufig dünner. Wir können dieser Entwicklung mit Mehrgenerationenhäusern, lokalen Netzwerken für „Leih-Omas und –Opas“, Familienzentren und anderen Einrichtungen begegnen. Es gibt viele aktive Seniorinnen und Senioren in Hessen und Rheinland-Pfalz, die sich in Sportvereinen, bei der Hausaufgabenbetreuung, in Kirchengemeinden oder anderen sozialen Initiativen engagieren. Im Gegenzug leisten Jugendliche – etwa beim Bundesfreiwilligendienst – sehr viel für die Generation ihrer Großeltern. Das verstehe ich auch unter dem Zusammenhalt der Generationen.“

Zum Abschluss hielt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Alfons Gerling, ein Schlusswort, in dem er nochmals auf die Herausforderungen der Generationengerechtigkeit hinwies und alle Mitglieder und Freunde aufforderte, im nächsten Jahr die CDU bei der Bundestagswahl mit einem engagierten Wahlkampf zu unterstützen, damit die Union die bestimmende politische Kraft bleibt.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag