Mit klarer Mehrheit wurde auf der Landesdelegiertentagung der Hessischen Senioren-Union in Rosbach der seit sechs Jahren amtierende Landesvorsitzende Norbert Kartmann wiedergewählt. Er erhielt 86 Prozent der Delegiertenstimmen. Der Friedberger Herbert Wellenberg wurde als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt. Landesgeschäftsführern ist weiterhin die frühere Wetterauer CDU-Kreisgeschäftsführerin Wilma Gatzka, die ebenfalls seit sechs Jahren den Seniorenverband der hessischen CDU managt.

Mit einer besonderen Begrüßung konnte Kartmann aufwarten: „Wir haben wieder eine Bundeskanzlerin“, rief er um kurz nach 10 Uhr in den Saal, unmittelbar nachdem Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble das Ergebnis der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland im Bundestag bekannt gegeben hatte.

Kartmanns politischer Bericht vor den über 100 Delegierten fiel positiv aus. „Die politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik sind durch die Bundestagswahl schon komplizierter geworden“, erklärte er, jedoch befinde sich Deutschland weiterhin in einer sehr stabilen Verfassung. „Dies wird auch mit der neuen Bundesregierung so bleiben, wenn wir mit Optimismus und klarem Kompass daran mitarbeiten.“ Der Mutterpartei CDU bescheinigte Kartmann eine gute Chance, ihre Position als mit Abstand stärkste politische Kraft in Deutschland auszubauen. „Mit der neuen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ist ein Prozess der inhaltlichen Erneuerung eingeleitet, der für die Zukunft der CDU grundlegend sein wird, so Kartmann.

Bezogen auf die hessische Landespolitik sagte Kartmann: „Eindeutig positiv ist die Bilanz der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen der letzten fünf Jahre.“ Das schwarz-grüne Modell in Hessen habe sich sichtbar bewährt. Alle wesentlichen Faktoren der Landespolitik unter der Regierung von Ministerpräsident Volker Bouffier legten Zeugnis ab von dieser erfolgreichen Politik. „Wir haben ein hohes Niveau an innerer Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger, in unseren Schulen gibt es keinen Lehrermangel und die Schulen sind durch das starke Engagement der Schulträger und die große Unterstützung des Landes modern und zukunftsfähig ausgestattet und schließlich stehe Hessen auch wirtschaftlich mit an der Spitze der deutschen Bundesländer“, so Kartmann.

Die schwarz-grüne Landespolitik habe sich entgegen mancher Skepsis zu Beginn ihrer Amtszeit bewährt und es spreche nichts dagegen, sie fortzuführen.

Davor aber habe der Wähler das Wort. Kartmann: „Unsere Aufgabe in den nächsten Monaten bis zum Wahltag am 28. Oktober ist eindeutig: wir wollen mit der CDU die kommende Landtagswahl gewinnen, damit Volker Bouffier Ministerpräsident bleibt. Die hessische Senioren-Union ist in diesem Wahlkampf ein starker Teil der CDU und wir werden uns mit eigenständigen Aktionen und in der Mitte der Partei in diesem Wahlkampf zeigen.“ Die Senioren-Union sei die stärkste Vereinigung innerhalb der CDU. Sie vertrete die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger bezogen auf die Probleme, die die ältere Generation beträfen.

Diesbezüglich werde sich die Senioren-Union engagiert in die Entwicklung des Landtagswahlprogramms der hessischen CDU einbringen.

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