Der neu gewählte Vorsitzende der Senioren-Union im Schwalm-Eder-Kreis, Günter Faupel, begrüßte neben dem Gastredner Norbert Kartmann, dem Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert und dem zukünftigen Bürgermeister von Fritzlar, Hartmut Spogat, zahlreiche Mitglieder der Senioren-Union, die zum traditionellen Aschermittwochs-Fischessen nach Fritzlar-Ungedanken gekommen waren.

In seiner Ansprache nahm Norbert Kartmann Stellung zu der neuen Generation von Senioren, die aktiv und engagiert sind und auch oft bis ins hohe Alter leistungsfähig ist.
„Moderne Seniorenpolitik ist nicht mehr alleine eine Frage der Renten- und Gesundheitsfragen. Immer mehr Betriebe setzen auf die Erfahrung der Senioren, die vor allem auch ihr Wissen und ihre betrieblichen Erfahrungen an die nachkommenden Generationen weiter geben können, “ so Kartmann, der den Schwalm-Eder-Kreis bereits seit seiner Bundeswehrzeit kennt, die er in Homberg verbracht hat.
Norbert Kartmann wies weiterhin darauf hin, dass besonders auch das Engagement in ehrenamtlichen Funktionen ein Bereich ist, in dem Senioren tätig sind und wo das Wissen, das sie sich über die Jahre erworben haben, eine wichtige Stütze der Arbeit in Vereinen und Verbänden ist.
Bernd Siebert ging zu Beginn seines Grußwortes auf den Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff ein: „Bevor tatsächlich feststeht, welcher der Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten zutrifft, wurde in einigen Medien eine Vorverurteilung betrieben, die nicht akzeptabel ist. Auch und gerade für das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland muss die Unschuldsvermutung gelten. Auch der designierte Nachfolger Joachim Gauck wird bereits medial in ähnlicher Weise angegriffen,“ so Siebert zu den Senioren aus dem Schwalm-Eder-Kreis.
„Es muss wieder deutlich werden, dass Freiheit nur zusammen mit Verantwortung funktioniert. Und diese Verantwortung muss auch von den Medien erwartet werden können. Und die Ansichten einiger Journalisten, wonach nur eine schlechte Nachricht eine Meldung wert ist, kann ich so nicht akzeptieren. Wir haben viele Entwicklungen, die positiv und mit Sicherheit eine Nachricht wert sind. So ist beispielsweise die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland so gut, dass die sozialen Sicherungssysteme wieder finanzierbar sind, auch ohne weiter gehende Reformen. Das ist möglich durch die größere Zahl an Arbeitnehmern und damit auch an Beitragszahlern. Ich hoffe, dass sich auch diese guten Nachrichten in den Schlagzeilen wiederfinden werden,“ so Siebert zum Schluss seiner Ansprache.
 

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