Die Vereinigung der Senioren in der CDU, die Senioren-Union Hessen, hat auf ihrer Landesdelegiertentagung in Butzbach ihren bisherigen Landesvorsitzenden Norbert Kartmann, Landtagsabgeordneter und Landtagspräsident, mit überwältigender Mehrheit von 94 Prozent erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Kartmann begleitet dieses Amt in der mitgliederstärksten Vereinigung der hessischen CDU seit 2012 und tritt nun in seine dritte Amtszeit ein.

Besondere Gäste konnte Kartmann beim diesjährigen Landesdelegiertentag seiner Organisation begrüßen: den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Senioren Union, Alfons Gerling, der die Grüße des Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Otto Wulff überbrachte; den Landesvorsitzenden der CDU-Mittelstandsvereinigung Hessen, Frank Hartmann (Fulda), der die Grußbotschaft auch für alle Vereinigungen unter dem Dach der CDU übermittelte, sowie den Bürgermeister der Stadt Butzbach, Michael Merle, der im Namen der Stadt die Gäste der Tagung begrüßte.

Dabei betonte Merle, dass die Stadt sehr froh sei für jede Veranstaltung, die in ihren Mauern durchgeführt werde. „Butzbach ist zentral gelegen, verkehrstechnisch gut angebunden und kann die geeigneten Räumlichkeiten wie das Bürgerhaus anbieten“, präsentierte der Bürgermeister Butzbach als Tagungsstadt.

Und wer mehr Zeit mitbringen könne, könne auch die wunderbare Umgebung der Stadt am nördlichen Taunus gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft der Stauferburg Münzenburg genießen. Merle erläuterte den aus allen Teilen Hessens angereisten Delegierten die historische Bedeutung des Butzbacher Namenspatrons Friedrich Ludwig Weidig, einem sehr bedeutendem hessischen Freiheitskämpfer, der gemeinsam mit Georg Büchner zu den prägendsten Persönlichkeiten der Vormärz-Kämpfer gewesen sei.

Hoher Besuch kam zu den CDU-Senioren aus Wiesbaden: der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident Volker Bouffier, ging in seine Rede vor den Delegierten auf verschiedene aktuelle Problem ein. Zunächst machte er deutlich, wie wichtig die Arbeit der Senioren Union ist, nicht nur für die Partei sondern auch für die Menschen und die Gesellschaft. Bouffier hob die Bedeutung einer altersgerechten Politik gerade für den ländlichen Raum hervor. Hier seien der Rat, die Erfahrung und die Mitwirkung der Älteren in unserer Gesellschaft von großer Wichtigkeit. Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl appellierte Bouffier an die Wählerinnen und Wähler, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Gehen Sie wählen und wählen Sie demokratisch“, erklärte Bouffier. Für rechtsextreme Parteien sei kein Platz in unserer Gesellschaft.

Im Zeichen der Kommunalwahl stand auch die Rede des Senioren-Unions-Landesvorsitzenden Norbert Kartmann. Viele Mitglieder der Senioren Union kandidierten auf den Kommunalwahllisten für Mandate in den Gemeinden und Städten. „Vor allem wissen sie um die Bedeutung von Solidarität, Loyalität und Geschlossenheit in der Partei. Durch die Lebenserfahrung und das Wissen um unsere Geschichte hat vor allem die ältere Generation die wichtige Aufgabe, dem Extremismus eine klare Absage zu erteilen und deutlich zu machen, wo unsere kommunalen Ziele liegen“, so Kartmann.

Im weiteren Verlauf der Tagung wurde der Landesvorstand der Senioren Union komplettiert: Zu Stellvertretern von Norbert Kartmann wurden Kurt Wiegel (Vogelsberg), Dr. Gerhard Schier (Main-Kinzig), Doralies Schrader (Kassel-Stadt) und Eleonore Glaesner (Offenbach-Stadt) gewählt. Den neuen Landesvorstand ergänzen Herbert Wellenberg (Wetterau) als Schriftführer und Hans-Dieter Schnell (Frankfurt) als Schatzmeister. Zu Beisitzern wurden gewählt: Christel Haas (Lahn-Dill), Dr. Norbert Herr (Fulda), Barbara Herrmann-Kirchberg (Kassel), Ewald Hofmann (Vogelsberg), Klaus Robert Jünemann (Main-Taunus), Maria-Pia Listner (Darmstadt), Franz-Wilfried Michels (Marburg-Biedenkopf), Alois Oehling (Hochtaunus), Josef Olbrich (Offenbach-Land), Oskar Pfreundschuh (Frankfurt), Hella Schneider (Main-Kinzig) und Ingrid Schwalbach (Wiesbaden).

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