Frankfurt, 28.04.2012, Regionalkonferenz der Senioren Union Hessen zum Tag der Europäischen Solidarität zwischen den Generationen in Frankfurt.

Auf der Regionalkonferenz der Hessischen Senioren Union sagte der Landesvorsitzende, Norbert Kartmann, MdL: „Wir müssen den Dialog zwischen den Generationen stärker fördern. Nur so kann Verständnis für die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der gesellschaftlichen Gruppen geschaffen werden. Das ist die Grundvoraussetzung für Solidarität.“

Anlässlich des „Europäischen Jahres des Aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen“ und zum „Europäischen Tag der Solidarität zwischen den Generationen“, der jedes Jahr am 29. April stattfindet, diskutierten zahlreiche Mitglieder der Senioren Union und der Jungen Union über Generationengerechtigkeit und Solidarität zwischen den Generationen.
 
Nach der Einführung des Landesvorsitzenden, Norbert Kartmann, richteten die Vorsitzende der Senioren Union Frankfurt und Frankfurter Stadträtin, Erika Pfreundschuh, und der Vorsitzende der Jungen Union, Ulf Homeyer, Grußworte an die Konferenzteilnehmer.
 
Im Hauptvortrag von Dr. Bernhard Worms, dem Präsidenten der Europäischen Senioren Union, ging es um die Frage „Was bedeutet Solidarität zwischen den Generationen?“ Zu Beginn stellte er fest, dass das Thema derSolidarität zwischen den Generationen europaweit zu einem großen Thema geworden sei. Solidarität setze Generationengerechtigkeit voraus. Dafür müsse die Nachhaltigkeit allen politischen Handelns streng beachtet werden. Außerdem sei es im Sinne der Generationengerechtigkeit unabdingbar, dass sowohl die Interessen und Bedürfnisse der kommenden als auch die der älteren Generation im Fokus der Politik stehen.
 
„Wichtig ist es, aktives Altern mit der Solidarität zwischen den Generationen zusammenzubringen. Altern ist als Herausforderung und Chance zu begreifen. Ältere Menschen sind ein Gewinn für die Gesellschaft und keine Last. Wir wollen mitarbeiten, mitgestalten und mit verantworten. So verstehen wir Solidarität zwischen den Generationen“, sagte Worms weiter.
 
Dem Hauptvortrag folgte ein Impulsreferat des Europaabgeordneten Michael Gahler zum Thema „Europa macht sich stark für die Solidarität zwischen den Generationen“, in dem er erklärte, dass das „Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ ein wichtiger Weckruf an die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen sei. Der demographische Wandel betreffe alle in Europa. Es sei wichtig, gemeinsam die Erfahrungen und Maßnahmen aus den verschiedenen Mitgliedstaaten auszuwerten. Die ältere Generation müsse länger in Arbeits- und Organisationsprozesse einbezogen werden, weil sie gebraucht werden. Die jüngere Generation sei schon zahlenmäßig nicht in der Lage, alle gesellschaftlich notwendigen Aufgaben aufrechtzuerhalten, daher sei es gut, über diese Initiativen den Dialog zwischen den Generationen zu befördern.
 
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Zimmer befasste sich in einem weiteren Impulsvortrag mit der „Generationengerechtigkeit aus Sicht der aktuellen Bundespolitik. Zimmer betonte, dass das Thema Generationengerechtigkeit zu kurz gegriffen sei, wenn es nur in Deutschland thematisiert würde. Generationengerechtigkeit müsse unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gesehen werden. Die Nachhaltigkeit über alle Politikbereiche hinweg sei der wesentliche Faktor für Solidarität zwischen den Generationen. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die sich unter anderem auf die BereicheInnovation, Bildung wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Landbewirtschaftung, Gesundheit und Ernährung, Beschäftigung, Integration und Entwicklungszusammenarbeit beziehe. Nachhaltigkeit sei der Schlüssel zur Generationengerechtigkeit, erklärte Zimmer abschließend.
 
Im Anschluss diskutierten die Podiumsteilnehmer mit dem Publikum darüber, was die Politik für mehr Generationengerechtigkeit tut.
 
Der Landesvorsitzende, Norbert Kartmann, hielt in seinem Schlusswort fest: „Es ist unser Ziel, generationsübergreifende, nachhaltige Politik zu gestalten und zielgerichtete Projekte zwischen jungen Menschen und älteren Mitbürgern zu fördern, um damit einen Beitrag zur Generationengerechtigkeit und zum Dialog zwischen den Generationen zu leisten.“
 

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