Jürgen Banzer: Senioren müssen Zukunft mitgestalten

Eine Regionalkonferenz für die Kreisvereinigungen Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und Wetterau veranstaltete die Senioren-Union Hessen in Herborn. Christel Haas, Vorsitzende der Kreisvereinigung der Senioren-Union Lahn-Dill und organisatorische Leiterin der Regionalkonferenz, konnte zahlreiche Gäste im Hotel Gutshof begrüßen, darunter den stellvertretenden Landesvorsitzenden der Senioren-Union Hessen, Staatssekretär a.D. Gerhard O. Pfeffermann, Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer und den Landtagsabgeordneten und CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Irmer. Als Hauptredner war der ehemalige hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, Jürgen Banzer, gekommen, der die seniorenpolitischen Schwerpunkte der hessischen Landesregierung vorstellte.

Banzer bezeichnete in seinem Referat die Tatsache, dass die Menschen immer älter würden, aber zugleich ein negatives Altersbild vorherrsche als "Dilemma". Dabei sei die steigende Lebenserwartung ein Gewinn für jeden Einzelnen und auch für die Gesellschaft, wobei allerdings die Herausforderungen, die eine alternde Gesellschaft mit sich bringe, nicht übersehen werden dürften.

Als eine der zentralen Aufgaben in der Seniorenpolitik nannte Banzer die Wohnsituation älterer Menschen, die in der Mehrzahl nicht in einem Heim leben, sondern so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben möchten. Auch die Pflegsituation und das Gesundheitssystem müsse dabei im Auge behalten werden.

Um all diese Herausforderungen bewältigen zu können, rief Banzer die Seniorinnen und Senioren dazu auf, selbst aktiv zu werden und die Zukunft in Parlamenten, anderen Gremien und durch ehrenamtliches Engagement mitzugestalten, wie dies viele ältere Menschen ja bereits vorbildhaft tun.

An das Referat schloss sich eine ausführliche Aussprache an, bei der zahlreiche Teilnehmer ihre Fragen insbesondere zur Gesundheits- und Seniorenpolitik an Jürgen Banzer stellten.

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