Beim diesjährigen "Tag der Hessischen Senioren-Union" sprach Volker Bouffier erstmals als Hessischer Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender zu den Mitgliedern der Senioren-Union. Zunächst dankte er der Senioren-Union Hessen für ihre starke Präsenz in Friedberg und für ihre Unterstützung der CDU. "25 Jahre sind ein Anlass zum Glückwunsch, zur Dankbarkeit und zum Respekt".

In den 25 Jahren seit dem Bestehen der Landesvereinigung habe sich die Gesellschaft stark verändert. Insbesondere die demographische Entwicklung erfordere tragfähige Antworten, wobei es wichtig sei, dass Jung und Alt nicht gegeneinander ausgespielt würden. "Die Gesellschaft braucht gelebte Solidarität unter den Generationen", betonte Bouffier. Die Senioren-Union Hessen könne dazu beitragen, die notwendigen Antworten zu finden und sie den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln. "Die Erfahrungen und Tatkraft der Älteren wird in einer aktiven Bürgergesellschaft gebraucht", so der Ministerpräsident.
Ministerpräsident Volker Bouffier
Zudem ging Bouffier auf weitere wichtige gesellschaftliche Themen ein, wie die Diskussion um die Erhöhung von Hartz IV oder die Integrationsdebatte. Zu Hartz IV sagte er, man könne aber nicht immer mehr verteilen, sondern müsse auch die Frage nach dem woher beantworten. "Die Union braucht keine Nachhilfe darin, wie man eine solidarische Gesellschaft aufbaut - mit immer mehr Schulden geht dies jedenfalls nicht." Hessen wolle daher ab 2020 eine Schuldenbremse einführen.

Zum Thema Zuwanderung bekräftigte Bouffier, dass das Zusammenleben so organisiert werden müsse, dass es für alle eine erfolgreiche und friedliche Perspektive gebe. "Ich möchte als Ministerpräsident für alle Menschen in Hessen stehen, erwarte aber von Zuwanderern auch die Bereitschaft, sich einzugliedern und sich der Gesellschaft zu öffnen." Dabei liege Hessen in der Integrationspolitik weit vorne und habe bereits vor Jahren Maßnahmen wie etwa verpflichtende Deutschkurse eingeführt, die heute bundesweit Standard seien.

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